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| 12.11.2006 | Champions League |
Nachdem sich der talentierte Mittelmann Thomas Mogensen in Kiel den Daumen ausgekugelt hatte und dem Team in nächster Zeit nicht helfen kann, fiel also ein weiterer verantwortungsvoller Rückraumspieler aus. Auch wenn sowohl Klavs Bruun Jörgensen als auch Mathias Madsen auf der Rückraummitte spielen können, schränkte Green Jensens Ausfall die Variationsmöglichkeiten von Coach Albrektsen weiter ein.
Wie Mogensen konnte auch der nicht erst in letzter Zeit von Verletzungen und Krankheit gebeutelte Halbrechte Claus Flensborg nicht auflaufen. Nach monatelangen Schulterbeschwerden hatte der 30-jährige Nationalspieler zuletzt sogar über sein Karriereende nachgedacht. Im Gegenzug wurde GOG in den letzten Tagen Interesse an Nationallinksaußen Lars Rasmussen vom Team Tvis/Holstebro nachgesagt.
Das souveräne spanische Schiedsrichtergespann Vicente Breto Leon und Jose Antonio Huelin Trillo ahndete das zuweilen harte tschechische Abwehrverhalten mit mehreren Zeitstrafen. Bei den Dänen kämpfte einer für den anderen. Mathias Madsen vertrat Jakob Green Jensen gekonnt auf der Mitte, während Kapitän Torsten Laen insbesondere gegen Rade Indjic erfolgreich am Kreis wirbelte. Zwischen den Pfosten schloss Nationalkeeper Peter Henriksen an seine zuletzt überragenden Leistungen an.
Bereits zur Pause (13:19) hatte sich GOG einen Vorsprung von sechs Toren herausgeworfen. Lediglich in einer von Hektik gekennzeichneten Phase Mitte der zweiten Hälfte gelang es dem tschechischen Meister, durch mehrere Treffer in Folge von 21:27 auf 25:27 zu verkürzen. Dieses Intermezzo brachte den Auswärtssieg jedoch nicht in Gefahr. Der junge Halblinke Mikkel Hansen war mit acht Toren erfolgreichster Schütze bei den Gästen, während Zdrahala und Kamil Heinz je fünf Mal für Karvina trafen.
Mit dem Sieg sei er sehr zufrieden, da man diesen auch benötigt habe. Bedingt durch die Verletztensituation hätten viele Spieler auf für sie ungewohnten Positionen agieren müssen. Daher habe man nicht so schnell wie sonst spielen können. Dennoch habe man das Spiel 60 Minuten lang kontrolliert, bilanzierte Trainer Albrektsen gegenüber "Fyens Stiftstidende". Heute abend wenden die Dänen den Blick erwartungsvoll Richtung Ostseehalle und hoffen auf einen Sieg des ebenfalls stark ersatzgeschwächten THW gegen Constanta. Dieser oder bereits ein Unentschieden würde GOG am Dienstag in Wien bei der Auslosung des Achtelfinales automatisch in den angestrebten Lostopf Nummer zwei befördern.
(von Dr. Oliver Schulz)
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